Hydrospeed – Wildwasserspaß direkt im Fluss

Hydrospeed, auch bekannt als Riverboarding oder Wildwasserschwimmen, ist eine spektakuläre Wildwassersportart, bei der man mit einem speziellen Schwimmkörper und Flossen direkt durch Stromschnellen fährt. Statt im Boot sitzt der Sportler halb im Wasser, halb auf dem Board, und steuert mit Körperbewegungen und Flossenschlägen. Der direkte Kontakt mit dem Wasser macht Hydrospeed zu einem besonders intensiven Naturerlebnis.

Ausrüstung beim Hydrospeed

Die richtige Ausrüstung sorgt für Sicherheit und Kontrolle im Wildwasser:

  • Hydrospeed-Board: ein robuster Schwimmkörper aus Kunststoff, der Auftrieb gibt und als Schutzschild gegen Felsen dient.
  • Neoprenanzug: meist dicker als beim Canyoning, um Kälte und Stöße abzufangen.
  • Schutzausrüstung: Helm und Schwimmweste sind Pflicht.
  • Flossen: ermöglichen präzises Steuern und kraftvolles Vorankommen.
  • Handschuhe & Schienbeinschutz: optional, aber hilfreich gegen Kälte und Stöße.

Hydrospeed – beliebte Orte

Hydrospeed ist vor allem in Regionen mit Wildwasserflüssen verbreitet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es verschiedene Anbieter:

  • Isar (de): leichte bis mittlere Wildwasserabschnitte, gut für Einsteiger geeignet.
  • Ötztaler Ache (at): einer der bekanntesten Wildwasserflüsse Europas – beliebt auch fürs Hydrospeed, wird auch von deutschen Anbietern für Touren genutzt.
  • Allgäuer Bäche(de): kleinere Anbieter bieten Kurse im süddeutschen Raum an.
  • Inn (at): mit Abschnitten von leicht bis schwer, perfekt für verschiedene Level.
  • Salzach (at): bietet wuchtige Passagen und actionreiche Abfahrten.
  • Rhone (ch): Touren durch die spektakuläre Bergkulisse des Wallis.
  • Vorderrhein (ch): auch als „Swiss Grand Canyon“ bekannt, bietet ideale Bedingungen.
  • Tessin(ch): neben Canyoning auch ein Hotspot für Hydrospeed-Abenteuer.

Ein Blick in die Geschichte

Hydrospeed entstand in den 1960er-Jahren in Frankreich, als Kajakfahrer begannen, mit improvisierten Schwimmkörpern durch Flüsse zu fahren. In den 1980ern wurde daraus ein eigenständiger Sport mit professioneller Ausrüstung. Heute gibt es spezialisierte Anbieter und sogar Wettkämpfe im Hydrospeed, vor allem in Frankreich, Österreich und der Schweiz.

Interessantes zum Hydrospeed

  • Hydrospeed vermittelt ein besonders direktes Gefühl für Strömung und Wildwasser – intensiver als in jedem Boot.
  • Die Sportart ist körperlich fordernd, da man viel mit Flossenarbeit steuert.
  • Es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade (WW I–V), ähnlich wie beim Kajakfahren.
  • Anfänger starten meist in leichteren Abschnitten, Profis wagen sich auch an wuchtige Flüsse wie die Ötztaler Ache oder die Rhone.