Canyoning – Abenteuer in Schluchten und Wildwasser
Canyoning (auch Schluchtenwandern genannt) ist eine faszinierende Mischung aus Klettern, Schwimmen, Abseilen und Rutschen. Dabei folgt man dem Verlauf eines Gebirgsbaches durch enge Schluchten, springt von Felsen in tiefe Gumpen, lässt sich von Wasserfällen abseilen oder gleitet auf natürlichen Felsrutschen hinab. Canyoning ist ein echtes Naturerlebnis – spektakulär, herausfordernd und unglaublich abwechslungsreich.



Ausrüstung beim Canyoning
Die richtige Ausrüstung ist entscheidend für Sicherheit und Spaß:
- Neoprenanzug: schützt vor Kälte und Stößen.
- Canyoning-Schuhe: mit griffiger Sohle für Halt auf nassen Felsen.
- Helm: unverzichtbar bei Sprüngen und Abseilstellen.
- Klettergurt & Seil: für Abseilpassagen an Wasserfällen.
- Karabiner & Abseilgeräte: spezielle Ausrüstung für Canyoning, angepasst an nasse Bedingungen.
- Rucksack & wasserdichte Tonnen/Säcke: für Verpflegung, Erste-Hilfe und Notausrüstung.
Canyoning – beliebte Orte
- Allgäu (de): Die Starzlachklamm und die Schwarzwasserbachschlucht bei Oberstdorf gehören zu den Klassikern.
- Berchtesgadener Land (de): Zahlreiche Schluchten mit kristallklaren Bergbächen bieten spannende Touren für Einsteiger und Fortgeschrittene.
- Schwarzwald (de): Abenteuerlich sind z. B. die Wolfsschlucht oder die Wutachschlucht, ideal für kürzere Touren.
- Ötztal (at): Eines der bekanntesten Canyoning-Gebiete Europas mit spektakulären Schluchten wie der Auerklamm oder der Rosengartenschlucht.
- Salzkammergut (at): Rund um den Wolfgangsee finden sich zahlreiche Touren mit imposanten Wasserfällen.
- Vorarlberg (at): Die Kobelach-Schlucht und die Kesselfall-Schlucht sind beliebte Ziele für Canyoning-Guides.
- Tessin(ch): Gilt als Hotspot für Canyoning in Europa. Schluchten wie die Boggera, die Iragna oder die Cresciano-Schlucht sind weltbekannt.
- Graubünden(ch): Rund um Chur und Davos gibt es Touren durch wilde Bergschluchten.
- Zentralschweiz(ch): Die Chli Schliere bei Alpnach ist ein echtes Highlight und bietet Rutschen, Sprünge und Abseilstellen in allen Varianten.
Ein Blick in die Geschichte
Canyoning hat seine Wurzeln bereits im 19. Jahrhundert, als Geologen begannen, Schluchten zu erkunden. In den 1970er- und 1980er-Jahren entwickelte sich der Sport in den französischen und spanischen Pyrenäen zur eigenständigen Outdoor-Disziplin. Heute zählt das Canyoning zu den beliebtesten Abenteuersportarten Europas und zieht jährlich tausende Outdoorfans in die Alpenregionen.
Interessantes zum Canyoning
- Canyoning ist stark wetterabhängig – nach Regen können Schluchten gefährlich werden.
- Viele Touren werden nur mit professionellen Guides angeboten, die Sicherheit und Routenwahl gewährleisten.
- Sprünge ins Wasser sind kein Muss – fast alle schwierigen Stellen lassen sich auch abseilen.
- Canyoning verbindet Teamgeist und Abenteuer – kaum ein anderer Sport bringt Gruppen so intensiv zusammen.
Häufige Fragen zum Canyoning
Canyoning ist das Durchwandern einer Schlucht im Gebirgswasser durch Abseilen, Klettern, Springen, Rutschen, Schwimmen und teilweise Tauchen.
Die Länge der Canyoningtour ist in erster Linie vom Schwierigkeitsgrad der gewählten Tour abhängig. Im Allgemeinen dauert eine Halbtagestour bis zu 4 Stunden.
Zum Canyoning ist ein Neoprenanzug, Helm, passende Schuhe, Neoprensocken, Badebekleidung und Kletterausrüstung notwendig.
Einsteiger benutzen bequeme leichte Bergschuhe, mit gutem Profil, die den Knöchel schützen. Innen werden Neoprensocken angezogen. Natürlich gibt es auch professionelle Canyoning-Schuhe.
Canyoning-Saison ist von Mai bis Oktober.
In einer Gruppe sind meist 4 bis 8 Personen pro Guide.
